Beschriebene Bilder, bildhafte Beschreibungen

Christof Schöch: "Beschriebene Bilder und bildhafte Beschreibungen im französischen Roman des späten 18. Jahrhunderts: Sénac de Meilhans L'Émigré (1797)", in: Bilder BeSchreiben. Intersemiotische Transformationen, ed. Winfried Nöth &  Peter Seibert. Kassel: Kassel University Press, Intervalle, 2009, p. 273-302.

Abstract / résumé

Bilder BeSchreibenDer Ort des Bildes im Roman liegt an der Schwelle von Beschreibung und Erzählung. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts treten die weiterhin wirkmächtige Doktrin des ut pictura poesis und ein zunehmendes Bewusstsein der Medienspezifik in eine spannungsreiche Beziehung. Im französischen Roman des 18. Jahrhunderts kommen Bilder einerseits als deskriptive oder narrative Darstellungen fiktiver Einzelbilder, andererseits als bildhafte Beschreibungen fiktiver Situationen oder Szenen vor. Die litera­rische Beschreibung real existierender Einzel­bilder bleibt dagegen die Ausnahme. Die Frage nach der Modalitäten und Zielen der sprachlichen Repräsentation von Bildern und Bildlichkeit und der damit verbundenen intermedialen Transformations­prozesse stellt sich hier demnach auf zweierlei Ebenen, denen in diesem Beitrag auf der Grundlage einer Korpusanalyse französischer Romane von 1760-1800 sowie beispielhaft an Sénac de Meilhans L'Émigré (1797) nachgegangen wird.

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